Montag, 9. April 2012

Zynisch und menschenverachtend

Rüstungsexportnation Deutschland

Schwarz-Gelb bremst beim Ausbau des Zivilen Friedensdienstes
(...) In den vergangenen zehn Jahren haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestages insgesamt 5,6 Millarden Euro für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan bewilligt. 192 Millionen Euro (rund 0,2 Millarden) hat das Parlament in der gleichen Zeit für den Zivilen Friedensdienst, einem wichtigen deutschen Programm der Friedensförderung, zur Verfügung gestellt. Gewaltfreie Prävention - wie sie der Zivile Friedensdienst leistet - ist auch langfristig preiswerter und effektiver als militärisches Eingreifen bei Eskalation von Gewalt. (...)

Menschenrechte grob verletzt
Rüstungsexportbericht 2011 der GKKE
(...) Der Wert von genehmigten Rüstungslieferungen in Länder, die mindestens vier der Kriterien des EU-Verhaltenskodexes nicht erfüllen, hat deutlich zugenommen. Sie stellen nach Auffassung der GKKE (Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung) eine eindeutige Missachtung der EU-Richtlinien dar. Zu den problematischsten Empfängerländer gehören die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Irak und Ägypten. Im Jahr 2010 erhielten 48 Länder, deren Menschenrechtssituation als sehr bedenklich eingestuft wird, Liefergenehmigungen, in 49 Empfängerländern gab es interne Gewaltkonflikte. (...)

(aus: Ohne Rüstung Leben 1/2012, weitere Infos www.forumzfd.de)

Wir haben in Deutschland über 60 Jahre Frieden, aber durch Waffen- und Rüstungsexporte sind wir Kriegstreiber und Anstifter. Es erinnert mich irgendwie an Situationen auf dem Schulhof, wo zwei sich prügelten und viele drumherumstanden und die beiden noch zusätzlich anfeuerten. Solange wir Waffen liefern sind wir keine friedliche Nation und solange Alternativen wie der Zivile Friedensdienst finanziell so stiefmütterlich ausgestattet werden, sind wir eine Kriegsnation.

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