Donnerstag, 24. Juli 2008

Streubomben (Info Ohne Rüstung Leben)

"Deutschland hat zwar in der jüngeren Vergangenheit niemals Streubomben eingesetzt, doch deutsche Firmen gehören zu deren wichtigsten Herstellern und Exporteuren"

Ich frage mich immer, wie sich solche Firmen halten können. Ist den Mitarbeitern nicht klar, an was sie da arbeiten? Ist ihnen nicht klar, was mit den Produkten angestellt wird? Dass durch ihre Arbeit Menschen zerfetzt, getötet oder schwerverletzt und verkrüppelt werden? Kann man das tatsächlich tagein tagaus als Broterwerb machen und dafür auch noch Geld kassieren?

Während meiner Arbeit sollte ich einmal für einen Vorgesetzten eine Statistik erstellen, die ich für absolut sinnlos und nicht aussagekräftig hielt. Ich begründete meinen Standpunkt klar und einleuchtend wie ich dachte, hatte aber keine Chance und musste diese Arbeit trotzdem erledigen. Ich habe kurz darauf die Konsequenzen gezogen und meinen Vertrag nicht verlängern lassen.

Ist Deutschland ein friedliches Land, wenn es für Kriegsländer Munition herstellt? Sind Waffenfabrikanten nicht wie Hehler, die aus dem Schaden der anderen Gewinn erzielen? Klebt nicht auch an fabrikneuen Waffen bereits das Blut der zukünftigen Opfer? Lässt sich die Herstellung tatsächlich vom Gebrauch abspalten?

Vielleicht würden sich doch einige Gedanken darüber machen, wenn die Arbeit in solchen Firmen genauso geächtet wäre und zum Ausschluss aus der Gesellschaft führen würde wie im Mittelalter die der Henker.

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