Dienstag, 5. August 2008

Schafft das Finanzamt ab

Warum kann der Staat die nötigen Gelder für Straßenbau, Schulen und Universitäten, Kultureinrichtungen, Sozialleistungen etc. etc. nicht wie eine gemeinnützige Organisation einsammeln? Ich bin mir ziemlich sicher, dass dadurch mehr Transparenz und Übersicht entstehen würde: wo gehen Steuergelder bzw. dann Spenden tatsächlich hin, wie werden sie verwendet und bin ich damit einverstanden, der Staat müsste sich also anstrengen, um mich von seinen Vorhaben zu überzeugen und ich könnte aktiv mitentscheiden, ob ich die Subventionierung von Großunternehmen unterstützen will oder lieber den Ausbau regenerativer Energien.

Gleichzeitig würde ein ganz anderes Selbstverständnis entstehen, denn wenn ich mich wie derzeit vom Finanzamt massiv genötigt und bedrängt fühle und es immer sofort zur Stelle ist, wenn auch nur der winzige Verdacht besteht, ich könnte Geld haben und dem Staat nichts davon abgeben, zahle ich nur widerwillig, fühle mich ungerecht behandelt, gemaßregelt, bevormundet und setze vielleicht aus reinem Trotz alles daran, das Geld tatsächlich am Fiskus vorbeizuschmuggeln. Durch eine freiwillige Abgabe jedoch, bei der ich genau sehe und berichtet bekomme, was mit dem Geld tatsächlich gemacht wird, gebe ich sehr viel bereitwilliger, freue mich über die Ergebnisse und bin dementsprechend sicher auch großzügiger.

Es ist nicht mehr ein Eltern-Kind-Verhältnis, bei dem der eine fordert und der andere folgen muss und wenn nicht dementsprechend bestraft wird, sondern eine Kooperation, bei der beide Partner wissen, dass das Geld sinnvoll eingesetzt wird und im Endeffekt allen zugute kommt.

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