Samstag, 5. April 2014

Schulschließung Oberndorf - nicht nachvollziehbar

Ein guter Unternehmer zeichnet sich dadurch aus, dass er die Fähigkeiten und Kompetenzen seiner Mitarbeiter kennt und gewinnbringend einsetzt. Mit ein wenig Weitsicht hätte sich die Samtgemeinde am Dobrock zur Modellregion entwickeln können, diese Chance ist jedoch vertan worden. Bürger sind lebende Resourcen, die man verschwenden oder sinnvoll nutzen kann, und wer zu blöd ist, dieses hier in überproportionalem Maß vorhandene Potential zu erkennen, darf sich nicht wundern, wenn er vom Zug innovativer und wegweisender Zukunftsprojekte überrollt wird.

Mit dem "Nein" zur Verschiebung der Schulschließung haben die Ratsmitglieder nicht nur sehr kurzsichtig und unbedacht entschieden, sie haben auch mitten ins Wespennest gestochen. Oder glaubt irgendwer ernsthaft, dass sich die Bürger aus dem "gallischen Oberndorf" damit abfinden werden? Die Schule wird jetzt geschlossen, da kommt auch jedes Gerichtsurteil zu spät, doch unsere Kinder und Jugendlichen lassen wir nicht im Stich, sie stehen für uns an erster Stelle.

In einem älteren Film heißt es: "Manchmal stellt sich das Schlimmste was man sich vorstellen kann, plötzlich als das beste heraus", daher wird vielleicht auch diese rabenschwarze Fehlentscheidung im Nachhinein ihr Gutes haben. Fest steht schon jetzt, wir müssen in Zukunft nicht mehr unendlich viel Energie in zermürbende Diskussionen und formaljuristische Spitzfindigkeiten mit Betonköpfen stecken - dass sie diesen Titel verdienen, haben sie zweifelsfrei mit ihrer Engstirnigkeit und Unflexibilität bewiesen - sondern können weiter an einer lebendigen und zukunftsfähigen Region arbeiten.

Bereits seit 2011 setzen wir im Rahmen der Dorferneuerung unseren "Masterpan" um: Strukturen schaffen, die unabhängig von politischen Entscheidungen, Veränderungen und chronisch leerer Haushaltskassen funktionieren, und wir haben seitdem schon sehr viel mehr auf die Beine gestellt als eine Samtgemeinde, für die ein ausgeglichener Haushalt - notfalls auch ohne Kinder und junge Familien und in ausgestorbenen Dörfern - die einzige Zukunftsvision ist.

"Jeder Narr kann eine Scheune abbrennen, eine zu bauen, ist schon eine ganz andere Sache" Die "kommunale Selbstverwaltung" hat uns die Schule abgefackelt, wir machen mit allen Kräften weiter und bauen das Dorf der Zukunft für die kommenden Generationen auf - jetzt erst recht!

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