Samstag, 19. Februar 2011

Ursprungsartikel, Kahlschlag in Hasenfleet

Wie bereits berichtet, sind in Hasenfleet Bäume abgeholzt worden. Ich habe daraufhin einen Brief an die Gemeinderatsmitglieder geschrieben, am 11.2.2011 abgegeben und das Thema bei der Gemeinderatssitzung am 15.2.2011 angesprochen. Hier der Brief und kursiv eingefügt die Antworten. Die gefällten Bäume bzw. Stümpfe haben ein Nachbar und ich gemeinsam gezählt, eine Unterschriftenliste mit 28 Unterzeichnern wurde direkt am Abend übergeben.


Sehr geehrte/r Herr/Frau xyz,

in Hasenfleet sind in den letzten Tagen 72 (wurde angezweifelt, maximal 25) Bäume gefällt worden (Stand: 08.02. 2011). Da uns diese recht schnelle und umfangreiche Aktion doch etwas verunsichert und ratlos macht, wären wir dankbar, wenn Sie uns zum besseren Verständnis dazu ein paar Fragen beantworten könnten:

Kann man das Sachverständigengutachten zur Beurteilung der Hasenfleeter Bäume einsehen?

Sachverständigengutachten gibt es nicht, zu teuer

Wann und in welchem Gremium wurde die Baumfällaktion beschlossen?

Bereits vor einigen Jahren, Arbeiten konnten aufgrund von Personalmangel nicht ausgeführt werden

Warum findet man in den Sitzungsprotokollen des Wege- und Umweltausschusses keinen Hinweis auf die geplanten Fällungen?

wie gesagt, Beschluss liegt schon länger zurück

Nachtrag:
auf meine erneute email-Anfrage mit der Bitte um Einsicht in die älteren Sitzungsprotokolle erhielt ich am 5.3.2011 Kopien der Protokolle des Wege- und Umweltausschusses, ich zitiere die entsprechenden Passagen, die die Hasenfleeter Bäume betreffen

4.10.2001: verschiedene Bäume sind in diesem Winter zu fällen
9.10.2003: auf der linken Seite in Fahrtrichtung sind zwei Bäume zu entfernen (Birke, Weide)
13.10.2005: einige Bäume, die in das Lichtprofil der Fahrbahn hineinragen, sind zu fällen
10.10.2006: zwei tote Bäume sind zu fällen


Gibt es einen Schadensausgleich, d.h. sind Nachpflanzungen geplant? Wann? Wo?

ja
k.A.


Was passiert mit den gefällten Bäumen? Werden sie verkauft? Was ist mit dem Geld geplant?

Bäume werden verkauft, Einnahmen kommen der Gemeinde zugute

Da die Vorgehensweise in diesem konkreten Fall für alle Beteiligten doch eher unerfreulich war, möchten wir gerne ein paar Vorschläge für zukünftige Fälle machen:

Anwohner sollten rechtzeitig informiert werden, mind. 14 Tage vorher

Das geht nicht

Es sollte die Möglichkeit bestehen, das Sachverständigengutachten einzusehen und u.U. auch ein Gegengutachten erstellen zu lassen

Es gibt kein Sachverständigengutachten, Fällarbeiten liegt in der Verantwortung des Bauhofes

Alternativen wie Rückschnitt oder gartenpflegerische Maßnahmen sollten den Vorzug vor der kompletten Fällung haben

k.A.

Ausgleichsmaßnahmen sollten angemessen sein, also mind. im Verhältnis 1:2 besser noch 1:3

k.A.

Herzlichen Dank

Mit freundlichem Gruß

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