Mittwoch, 7. Juli 2010

Das Kaninchen sprang direkt vor ihrer Nase hoch und zack, schon hatte sie es mit einem gezielten Biss ins Genick getötet. Ein kurzes Aufquietschen, das die anderen drei auf den Plan rief, dann ein kurzes Gerangel um die Beute, bei dem eine schließlich triumphierend mit dem schlaffen Bündel davonlief.

Zugegeben, ich war danach ziemlich geschlagen, es ist traurig für mich, aber eben nur, weil ich ein Mensch bin und anders denke, weil ich überlege, ob und wie ich es hätte verhindern können. Nein, keine Chance, in dem Moment, wo ich Stop hätte rufen können, erfolgte schon der Genickbiss. Ich kann meine Hunde abrufen, wenn ein Tier in einiger Entfernung davonspringt und sie gerade hinterherjagen wollen, kein Thema, ich kann sie auch weglotsen, wenn ich das Tier zuerst sehe, noch bevor es selbst oder die Hunde die Situation erkannt haben, selbst wenn ich manchmal zu spät erst hinschaue und eine schon wild losjagt, kann ich sie meist noch rechtzeitig stoppen. Das ist Training, viel viel üben, aber es geht, selbst bei meinen, die Wildtiere in unmittelbarer Nähe ja sehr spät erst kennengelernt haben.

Für den Hund war es in dem Augenblick ein Reflex: Achtung Beute - wird mit Genickbiss getötet, fertig. Auch wenn es Haustiere sind und schon Jahrhunderte mit dem Menschen zusammenleben, war der Ursprung doch die gemeinsame Jagd. Für den Hund hat sich nichts geändert, nur dass er sich aus guter Freundschaft von seinem menschlichen Partner jetzt davon abhalten lässt und sich mit anderen Spielchen beschäftigt, Stöckchen werfen, in der Erde rumbuddeln, über Stangen springen, etc.

Ich schaue meine Hunde an, ihre Augen sind klar und offen, freundlich, vertrauensvoll, ruhig und zufrieden, keine besonderen Vorkommnisse.

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